Die Wahl der Markise – welche Größe ist die richtige?

Gestreifte Markise über einer sonnigen Terrasse.

Sie soll im Sommer Schatten spenden, bei leichtem Regen trocken halten, gut aussehen und auch nach mehreren Jahren noch stabil sein. Damit Markisen all diesen Ansprüchen gerecht werden können, muss bei der Planung und Anschaffung von Markisen besonders auf die Größe geachtet werden. Eine zu kleine Markise bietet nicht genügend Schutz vor Sonne und Regen, während eine zu große Markise instabil ist und selbst durch normale Belastung beschädigt werden kann. Wenn Sie bereits bei der Planung Ihrer Markise auf die Maße achten, haben Sie nichts zu befürchten. In der richtigen Größe trotzt Ihr Sonnenschutz auch windigen Wetterlagen und bietet zuverlässigen und langjährigen Schutz für Ihre Terrasse.

Länge und Breite der Markise richtig berechnen

Der erste Schritt in der Planung von Markisen und der Ermittlung der Größe ist es, die Maße der zu schützenden Fläche auszumessen. Das kann der gesamte Balkon oder die Terrasse sein, kann sich aber auch auf bestimmte Terrassenabschnitte beschränken oder zusätzliche Gartenteile miteinbeziehen. Auf die berechnete Fläche sollten Sie an jeder Seite mindestens 20, idealerweise 50 Zentimeter draufrechnen, um eine gleichmäßige Beschattung der gesamten Flächen bei verschiedenen Sonnenständen zu gewährleisten. Wichtig ist auch, dass an der Hauswand genügend Platz für den Kassettenkasten ist. Je nach Modell kann dieser auf beiden Seiten einige Zentimeter länger sein als das Markisentuch.

Auch die verfügbare Höhe hat einen nicht geringen Einfluss auf die Breite und Länge der Markise. Damit Sie sich frei unter der Markise bewegen können, sollte diese am niedrigsten Punkt mindestens zwei Meter hoch sein. Damit Wasser bei Regen zuverlässig abfließen kann, ist eine Neigung von mindestens fünf bis fünfzehn Grad erforderlich. Bei einer Endhöhe von zwei Metern muss die Markise dementsprechend höher an der Wand angebracht werden. Bei einer Tiefe von zwei Metern entspricht das einer Höhe von etwa 2,35 Metern, bei einer Tiefe von vier Metern ist eine Höhe von 2,70 Meter nötig. Die baulichen Gegebenheiten können also einen maßgeblichen Einfluss auf die Montage Ihrer Markise und die mögliche Größe haben.

Gibt es eine maximale Breite und Tiefe für Markisen?

Um die Stabilität zu gewährleisten, dürfen Markisen je nach Modell bestimmte Breiten und Tiefen beziehungsweise Ausfälle nicht überschritten werden. Bei Gelenkarmmarkisen beträgt die maximale Breite in der Regel 5 bis 7 Meter, der maximale Ausfall 3 bis 4 Meter. Besonders stabile und hochwertige Modelle können Flächen von bis zu 12 mal 4 Meter bedecken. Wer noch größere Lösungen sucht, wird bei Pergola-Markisen fündig. Pergola-Markisen haben zusätzlich zur Wandbefestigung zwei Stützpfeiler, die Markisen mit Maßen von 14 Meter Länge und über 6 Meter Ausfall möglich machen. Durch die Montage ergänzender Pfeiler können in Ausnahmefällen sogar noch größere Flächen beschattet werden. Das kann sich besonders in Gastronomie und Hotellerie lohnen.

Die Entscheidung für eine Markise in der richtigen Größe

Die Vielzahl an verfügbaren Markisenmodellen macht eine fast komplett freie Auswahl der Größe möglich. Egal ob gemütliche Balkonüberdachung oder großflächige Terrassenbeschattung, mit der richtigen Planung lässt sich fast jedes Projekt verwirklichen. Voraussetzung ist eine gründliche Vorbereitung und die genaue Vermessung der Fläche. Im Idealfall unterstützt ein Fachbetrieb Sie von Anfang an, damit in jedem Fall genügend Platz für Kassettenkasten und Technik ist und Ihre Markise im Sommer genau den Sonnenschutz bietet, den Sie sich wünschen.

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